Geschichte des Josephspfennig

Die Macht des Zinseszins am Beispiel der Josephspfennig bewiesen

Münzen, Scheine und ein ChartHeute sind die meisten Menschen schon in jungen Jahren am Aufbau von Kapital interessiert. Leere Rentenkassen drohen mit Altersarmut und jeder, der ein Auskommen im Rentenalter sichern möchte, muss schon frühzeitig mit dem Kapitalaufbau beginnen.

Wer sich jedoch über ein lange Ansparphase hinaus den Zinseszins zu nutzen macht, kann mit einem kleinen monatlichen Einsatz eine Vermögensbildung schaffen, die ein sorgloses Alter möglich macht. Was sich die wenigsten Menschen durchrechnen, ist die Tatsache, dass sich Kapital, dass man zu fünf Prozent verzinst anlegt, in nur Zehn Jahren verdoppelt.

Der Josephspfennig – eine lehrreiche Geschichte

Die Geschichte der Josephpfennig erläutert in anschaulicher Weise, wie der Zinseszins zum Vorteil des Anleger arbeiten kann. Deshalb ist es für jeden Sparer interessant, sich dies Geschichte einmal durchzulesen und auch selbst nachzurechnen.

Die Geschichte geht davon aus, dass Joseph, der Vater von Jesus, bei der Geburt seines Sohnes einen Pfennig auf der örtlichen Sparkasse in Bethlehem angelegt hat und das das angewachsene Kapital bis heute nicht berührt wurde.

Da es viele Banken gibt, die seit Jahrhunderten bestehen, kann man die Geschichte auch in gewisser Weise nachvollziehen.

Würde nun heute ein Nachfahre dieser biblischen Figur sein Erbe einlösen wollen und es sich in Silber auszahlen lassen wollen, müsste die Sparkasse in Bethlehem diesem stolzen Erben 23 Billionen Silberkugeln auszahlen, von der jede die Größe der Erde hat.

Möchte man den auszuzahlenden Betrag in Euro ausrechnen, wird es schwer sein, einen Taschenrechner zu finden, der eine derart lange Zahlenkette im Display zeigen kann. Der Wert wäre sage und schreibe 23.900.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Euro.

Es ist unvorstellbar, wie ein Pfennig in ein wenig mehr als zweitausend Jahren wachsen kann. Natürlich hat niemand genug Zeit, um 2000 Jahre lang zu sparen. Aber dafür kann man einen Betrag anlegen, der höher als ein Pfennig ist.

Geld nach dem Prinzip des Josephspfennig richtig anlegen

Das Beispiel vom Josephspfennig zeigt deutlich, dass man den Zinseszins nicht unterschätzen sollte. Deshalb ist es bei Geldanlagen stets ein wichtiger Gesichtspunkt darauf zu achten, wie Zinsen gutgeschrieben werden.

Unter Zinseszins versteht man solche Zinsen, die aus den kapitalisierten Zinsen einer vorabgegangenen Periode entstehen. So lässt man das Geld für sich arbeiten.

Hätte Joseph vereinbart, dass Kapital ohne Zinseszins anzulegen, so sieht die Rechnung des Josephspfennig nämlich ganz anders aus. Bei fünf Prozent Zinsen hätte Joseph in zwanzig Jahren einen Cent Zinsen erhalten, in 200 Jahren 10 Cents und in 2000 Jahren 1 Euro.

Der Unterschied ist also ganz außerordentlich. Die Geschichte des Josephspfennig ist also für den modernen Anleger mehr als lehrreich. Wer die richtigen Schlüsse aus dieser Lehre zu ziehen weiß, ist in der Lage, auch bei den derzeitig niedrigen Zinsen einen ausgezeichneten Kapitalzuwachs erzielen.

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