Zins und Zinseszins berechnen und Rendite erhöhen

Das Zins Portal richtet sich an Personen, die auf der Suche nach den Grundlagen eines Vermögensaufbaus sind, aber auch an Hilfesuchende, die das mathematische Phänomen des Zinseszins berechnen möchten.

Auf jeder Unterseite unseres Zinseszins Portals sind ausführliche Erläuterungen und Formel zur Berechnung des Zinseszins enthalten. Für die schnelle Berechnung stehen Online Zinseszins Rechner zur Verfügung.

Inhalt von Zins-Zinseszins.de:

Warum ist der Zins oder Zinseszins so wichtig für die Vermögensbildung?

Jeder Anleger oder Kreditnehmer sollte sich über die Wirkung des Zinseszins im klaren sein und das mathematische Verhalten über die Zeit sich zu seinem Gunsten nutzen. Aus bereits kleinen Anlagebeträgen wird im Laufe der Zeit ein Vermögen.
Je früher der Sparer beginnt etwas Geld zur Seite zu legen, umso stärker wirkt sich das Verhalten des Zinseszins Effektes aus. Auf diesem Portal sind diverse Beispiele für diesen Effekt aufgeführt.

Was ist die 72er Regel?

Um einen kleinen Vorgeschmack des Zinseszins zu geben, sollte man sich die 72er Regel vor Augen führen. Diese vereinfachte Formel berechnet in einer einfach Divisionsaufgabe, wie lange das Vermögen, bei einem bestimmten Zinssatz, sich verdoppelt.Zinsen berechnen Die Formel lautet:

t = 72 / p

t: Zeit bis zu der Verdopplung des Vermögens

p: Zinssatz in Prozent

Als Beispiel hat ein Geldanleger ein Vermögen von 25.000€ und legt diese zu einem Zinssatz von 4,5% auf einem Tagesgeldkonto an. Das ergibt folgende Berechnung:

72 dividiert durch 4,5 ergibt 16 Jahre

Nach 16 Jahren hat sich das Vermögen des Anlegers durch den Zinseszins verdoppelt und es stehen ihm nun 50.000€ zur Verfügung. Geht der Anleger ein höheres Risiko ein und versucht eine höhere Rendite von Beispielsweise 10% zu erreichen, hätte er seine Geldanlage durch den Zinseszins bereits nach 7,2 Jahren verdoppelt.

Bei diesem einfach Beispiel wird jedem klar, wie wichtig dieses Phänomen für die Vermögensbildung ist und es sich lohnt diese Materie zu verstehen und anzuwenden.

Was ist der Zinseszins?

Wer heute sein Kapital anlegt, erwartetet dafür Zins und Zinseszins. Für den eingelegten Betrag zahlt die Bank jährlich einen Zinssatz aus, welcher das Kapital über die Jahre vermehrt. Dabei unterscheidet man zwischen zwei grundsätzlichen Formen der Verzinsung.

Einfacher Zins oder Verzinsung

Im folgenden ein Beispiel um die Zinsen zu berechnen. Bei vielen Festgeldanlagen wird jedes Jahr ein fester Zinssatz für das Anfangskapital bezahlt. Legt man beispielsweise 10.000 Euro an und erhält einen Zinssatz von 4.5 Prozent jährlich, so werden jedes Jahr 450 Euro Zinsen gutgeschrieben.
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Zinseszins in der Praxis

Die Zinsen berechnen Interessanter jedoch ist die Verzinsung, wenn man Zins + Zinseszins erhält. In diesem Falle werden die erworbenen Zinsen am Jahresende zu dem Anfangskapital hinzugerechnet, und im folgenden Jahr erhält man Zinsen auf die Summe von Anfangskapital plus der erworbenen Zinsen ( Zinseszins Effekt ). Also auch die Zinsen, die im vergangenen Jahr erwirtschaftet wurden, erhalten im Folgejahr Zinsen, den Zinseszins. Diese Verzinsungsform findet man oft bei Tagesgeldanlagen.

Um die Zinsen zu berechnen, muss man also jeweils die im Laufe des Jahres erworbenen Zinsen zum Anfangskapital hinzurechnen. Bei unserem Beispiel von einer Kapitalanlage über 10.000 Euro erzielt man also im ersten Jahr 450 Euro Zinsen, wie im ersten Beispiel. Schon im zweiten Jahr jedoch, erhält man Zinsen für die Summe von Anfangskapital und den Zinsen des ersten Jahres, also für 10.450 Euro.
Es werden also im zweiten Jahr 470,25  Zinseszins kreditiert.
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Der Faktor Zeit arbeitet für den Zinseszins

Bei Geldanlagen wird zumeist eine längere Laufzeit kalkuliert. So werden Anlagen oft über zehn Jahre festgelegt. Natürlich möchte man sich schnell ein Bild davon machen, wieviel eine Geldanlage über diesen Zeitraum erwirtschaften kann, ebenso wieviel Zinseszins sich anhäuft. Dies dient auch besonders dazu, um verschiedene Anlagemöglichkeiten zu vergleichen. Dabei ist es immer wichtig, das Endkapital und die Zinsen zu berechnen.

Holt man Informationen über die Geldanlage ein, so sollte man einige Werte in Erfahrung bringen, die man benötigt, um das Endkapital zu errechnen. Zunächst einmal muss man wissen, ob man einfache Zinsen oder Zins & Zinseszins erhält. Danach ist der jährliche Zinssatz und die Laufzeit in Erfahrung zu bringen. An Hand dessen kann man mit der Summe des Anfangskapitals, also der Spareinlage, die man anlegen will, das Endkapital inklusive Zinseszins errechnen.
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Eine Beispielrechnung

Erhält man lediglich Zinsen, so ist ihre Berechnung sehr einfach und erfolgt nach der folgenden Formel:

Endkapital = Anfangskapital x ( 1+ Zinssatz / 100 x Jahre Laufzeit)

Zinseszins berechnen

Im Beispiel errechnet sich das wie folgt: Endkapital = 10.000 Euro x 1.045 x 10 Jahre

Das Endkapital von einer Summe von 10.000 Euro, die über zehn Jahre zu 4,5 Prozent jährlich angelegt wird, ist dementsprechend 14,500 Euro. Anders sieht es aber aus, wenn man Zinseszins erhält. Hierbei erhöht sich ja jährlich das verzinsbare Kapital, da die Zinsen kapitalisiert werden. Man berechnet den Endbetrag nach der folgenden Formel.

Zinseszins Formel:

Endkapital = Anfangskapital x (1 + Zinssatz / 100)^Jahre

Füllt man hier die Werte aus dem Beispiel ein, ergibt sich folgende Rechnung:

Endkapital = 10.000 Euro x (1.045)^10 Jahre

Diese Rechnung ergibt 15.529,69 Euro inklusive Zinseszins.

Das Fazit zum Zinseszins

An den beiden Beispielen wird also ganz klar deutlich, das man bei einer Anlage mit Zinseszins wesentlich mehr verdient, als bei einer normalen Verzinsung. Trotzdem kann nicht generell davon ausgegangen werden, das eine Anlage mit Zinseszins ertragreicher ist, als Festgeld mit normalen Zinsen.

Schon geringe Unterschiede bei den Zinssätzen bei diesen beiden Verzinsungsformen können einen großen Unterschied machen. Wenn in dem angeführten Beispiel bei beim Zinseszins der jährliche Zinssatz statt 4,5 Prozent nur 3.75 Prozent beträgt, ist der Endbetrag nur 14.450 Euro, also 50 Euro weniger, als hätte man bei der normalen Zinsrechnung 4,5 Prozent erhalten.

Aus diesen Beispielrechnungen geht deutlich hervor, dass eine Geldanlage von allen Aspekten gründlich analysiert werden muss, bevor man sich für den einen oder anderen Vertrag entscheidet.

Altersvorsorge mit Hilfe des Zinseszins

In vielen Fällen werden heute Geldanlagen von jungen Familien gemacht, die damit ihre Altersvorsorge sichern wollen. Dabei geht natürlich kein Weg an dem Zinseszins vorbei. Über viele Jahre hinaus ist es möglich, einen guten Kapitalzuwachs zu erwirtschaften.Schon bei einer Laufzeit von zehn Jahren und einem geringen Kapital von 10.000 Euro werden die Unterschiede durch den Zinseszins deutlich sichtbar.

Verlängert sich die Laufzeit und erhöht man das Kapital im Beispiel, werden die Unterschiede bei der verschiedenen Verzinsungsformen noch deutlicher, da das Vermögen durch den Zinseszins exponentiell wächst.
Mehr über Altersvorsorge und Zinseszins

Tipps um den Zinseszins Effekt zu nutzen

  • Möglichst früh einen Kapitalstock aufbauen (Zinseszins benötigt Zeit)
  • Immer Ausschau nach Geldanlagen mit hohem Zinsen halten
  • Nur Vermögensanlagen wählen, die Zinsen auch wirklich wieder verzinsen
  • Steuerfreibeträge nutzen
  • Jährlich die Verzinsung prüfen
  • Nicht scheuen den Anbieter zu wechseln

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