Dividendenrendite, eine Einführung

Was ist eine Dividendenrendite?

DividendenrenditeDie Dividendenrendite drückt den Anteil der Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs aus. Es handelt sich dabei um eine der klassischen Kennzahlen der Aktienbewertung.

Üblicherweise liegt die Dividendenrendite eines DAX-notierten Unternehmens bei 2% bis 3%. Eine Dividendenrendite erhält ihre Bedeutung aus der Tatsache, dass, im Verhältnis zum Kurs einer Aktie, eine hohe Dividende einen geringeren Ertrag darstellen kann als eine geringe Dividende.

Verhältnis Kurs zu Dividende

Keinesfalls darf man die Dividendenrendite mit der Aktienrendite verwechseln. Bei der Dividendenrendite wird das Verhältnis zwischen dem aktuellen Kurs und der Dividende dargestellt.

Eine Aktienrendite sagt etwas darüber aus, wie sich, über einen längeren Zeitraum, der Wert eines Aktienengagements entwickelt hat.

In der Kennzahl der Aktienrendite werden daher sowohl die eingetretenen Kursänderungen als auch die angefallenen Dividenden berücksichtigt.

Auf die Performance kommt es an

In der Kombination von Dividendenrendite und Kursveränderung spricht man auch von der Performance der Aktie. Hierbei ist wiederum zu beachten, dass der deutsche DAX ein Performanceindex ist, der amerikanische Dow Jones hingegen nicht.

Die von einem Unternehmen veröffentlichte Dividendenrendite bezieht sich in der Regel auf die zuletzt ausgezahlte Dividende in Verbindung mit dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuellen Kurs der Aktie.

Hat ein Anleger die Aktien günstiger gekauft, erhöht sich die Dividendenrendite, hat er teurer gekauft, verringert sie sich.

Dividendenstarke Artikel können eine gute Geldanlage sein

Für private Geldanleger sind dividendenstarke Werte durchaus eine Alternative zum Festgeldsparen. Selbst bei Kursen, die unter den Ankaufswert sinken, erhält der Anleger in jedem Fall noch eine jährliche Dividende.

Kursschwankungen sind daher kein Grund für sofortige Angstzustände. Man kann sich zwar nie wirklich sicher sein, ob tatsächlich jährlich eine Dividende ausgeschüttet wird, viele Konzerne, beispielsweise Versicherungen, zahlen jedoch konstant und seit Jahrzehnten ausnahmslos eine Dividende, das beruhigt.

Trotz allem sollte man vorsichtig sein

Keinesfalls sollte man sich als Anleger jedoch nur auf die Höhe der Rendite verlassen. Die Kennzahl wird immer auf Basis der letzten Dividende errechnet. Ist der Kurs seitdem gefallen, steigt die Rendite.

Als abschreckendes Beispiel mag hier die Deutsche Telekom dienen: In 2011 ist der Gewinn um mehr als zwei Drittel gesunken, Abschreibungen auf die amerikanische Tochter, die mehr als 1,7 Millionen Kunden verloren hat, haben auch den Kurs sinken lassen. Die Aussichten sind nicht rosig, trotz hervorragender Rendite.

Gut über das Unternehmen informieren

Man sollte daher genau hinschauen, bevor man sich für eine dividendenstarke Aktie entscheidet. Welche Politik verfolgt das Unternehmen? Ist das Management gut besetzt? Wie ist das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital?

Die Antworten auf diese Fragen sind wichtig, bevor man sich für eine Aktie entscheidet.

Aktien machen daher durchaus ein wenig Arbeit, dafür sind die Renditen durchschnittlich aber auch doppelt so hoch wie bei festverzinslichen Anlagen.

 

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