Aktienanleihe

In vielen Fällen bietet sich eine Aktienanleihe als gangbare Alternative zu einem Direktinvestment in einzelne Aktien an. Dies dürfte insbesondere auf diejenigen Anleger zutreffen, die einerseits das Verlustrisiko scheuen, andererseits aber auch einen hohen Gewinn erzielen möchten.

Was ist eine Aktienanleihe?

Bei der Aktienanleihe, die seit den 1990er Jahren von zahlreichen Banken angeboten wird, handelt es sich um ein festverzinsliches Wertpapier, welches mit einem deutlich über dem allgemeinen Markzinsniveau liegenden Zinskupon ausgestattet ist. Im Gegensatz zu einer Aktie hat eine Aktienanleihe nur eine begrenzte Laufzeit, die von mehreren Monaten bis hin zu einem Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr reichen kann.

Die Höhe der Rückzahlung ist bei einer Aktienanleihe immer von der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes abhängig. Bei diesem Basiswert kann es sich sowohl um eine Aktie, als auch um einen Index wie zum Beispiel den DAX, den Dow Jones oder den Nikkei Index handeln.

Am Ende der Laufzeit kann der Emittent, in diesem Falle die Bank, grundsätzlich selbst entscheiden, ob er dem Anleger den Nominalwert oder eine bestimmte Anzahl des zugrunde liegenden Basiswertes zurückzahlen möchte. Eine diesbezügliche Entscheidung wird in der Regel erst wenige Tage vor der Fälligkeit und damit auch dem Ende der Aktienanleihe getroffen.

Investition in Aktienanleihen

AktienanleiheWer den Wunsch hat, einen Teil seines Geldes in Aktienanleihen zu investieren, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Entwicklung dieser Aktienanleihen eng an die Entwicklung der zugrunde liegenden Basiswerte gekoppelt ist.

Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, den Basiswert eine zeitlang zu beobachten, um zuverlässige Prognosen über seine zukünftige Preisentwicklung abgeben zu können.

Eine Aktienanleihe wird börsentäglich gehandelt. Wer ein entsprechendes Investment tätigen möchte, benötigt dafür einen größeren Kapitalbetrag, der zwischen 1.000 und 5.000 Euro liegen kann.

Während der Laufzeit erhält der Anleger eine relativ hohe Verzinsung, die in der Regel zwischen 4 und 25% liegt. Ein ganz wesentlicher Vorteil der Aktienanleihe ist es, dass die Zinsen unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes gezahlt werden.

Der Termin der Auszahlung ist von Bank zu Bank verschieden und wird jeweils individuell festgelegt. Dabei wäre es wichtig zu wissen, dass dem Anleger für jeden Tag, an dem er im Besitz der Aktienanleihe ist, ein anteiliger Zinsbetrag zusteht.

Rückzahlung der Aktienanleihen

Beim Kauf einer Aktienanleihe wird ein Basispreis festgelegt. Danach richtet sich die Höhe und die Art der Rückzahlung am Bewertungstag. Liegt der Basiswert auf oder über dem Basispreis, wird die Aktienanleihe zum Nominalbetrag zurückgezahlt. Liegt der Basiswert deutlich unter dem Basispreis, erfolgt die Rückzahlung der Aktienanleihe in Form von Aktien des Basiswertes.

Insbesondere dann, wenn der Kurs des Basiswertes sehr stark fällt, sind mit einer Aktienanleihe auch Verluste möglich. Dadurch würde der Bonus der Verzinsung nahezu aufgebraucht. Um hier wirksam vorzubeugen, werden verschiedene Sicherheitspolster in die Aktienanleihe eingebaut.

 

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